Im Jahr 2025 plant das dänische Verkehrsministerium die Einführung eines neuen Mautsystems für Lkw mit einem Gewicht von über 12 Tonnen. Die Änderungen treten am 1. Januar in Kraft und betreffen ein Straßennetz mit einer Gesamtlänge von 10.900 km. Dieses Netzwerk umfasst Bundesstraßen (4.600 km) und Stadtstraßen, darunter 1.000 km in Zonen mit niedrigen Emissionen. In dieser Zeit wird Dänemark die derzeit gültige Eurovignette abschaffen.
Zwei Jahre später, im Jahr 2027, werden die neuen Vorschriften auch Fahrzeuge mit einem Gewicht von über 3,5 Tonnen umfassen. Zahlungen werden über moderne Standortgeräte abgewickelt, und die Transportunternehmen haben die Möglichkeit, das EETS-System zu nutzen. Sechs EETS-Anbieter streben eine Akkreditierung beim Betreiber des KmToll-Systems an.
Ab dem 1. Januar 2028 werden im Rahmen des neuen Systems Mautgebühren für das gesamte Straßennetz in Dänemark erhoben, das insgesamt 75.000 km umfasst. Fahrer, die die Maut nicht bezahlen, müssen mit einer Strafe von 4.500 dänischen Kronen rechnen, was etwa 2.600 polnischen Zloty entspricht (1 Krone entspricht etwa 57-58 Groszy).
Die Preise für 40-Tonnen-Zugmaschinen liegen zwischen 0,2 dänischen Kronen pro km für Fahrzeuge der Klasse 5 (null-emissionsfähig) und 1,35 Kronen (etwa 2,03 Zloty) für Lkw der Klasse 1, die vor dem 1. Januar 2019 zugelassen wurden. Das bedeutet, dass die Fahrer mit erheblichen Erhöhungen von bis zu 50 % rechnen können.
Die Einführung des neuen Systems und die höheren Gebühren sollen die CO2-Emissionen reduzieren, wobei eine prognostizierte Reduzierung von 400.000 Tonnen CO2 bis 2025 angestrebt wird. Die dänische Regierung hat auch Subventionen für Transportunternehmen in Höhe von 29-25 Millionen Kronen jährlich für den Kauf von Biogasfahrzeugen eingeplant, die bis 2030 insgesamt 161 Millionen Kronen ausmachen werden.
Für den Bau des Systems ist das belgische Unternehmen Be-Mobile verantwortlich, das am 17. Februar 2023 einen Vertrag mit dem staatlichen Unternehmen Sund & Belt Holdings unterzeichnet hat. Das dänische Unternehmen COWI wird das Projekt unterstützen, und die Software von Be-Mobile wird für die Datensammlung, die Berechnung der Gebühren und die Rechnungsstellung verantwortlich sein. In Zukunft könnte das System um Mautgebühren für Personenkraftwagen erweitert werden.
Darüber hinaus werden sich ab Januar 2025 die Regeln für die Berechnung der Eurovignette in Schweden, den Niederlanden und Luxemburg ändern. Die Gebühren werden von der CO2-Emissionsklasse und nicht von der Euro-Emissionsklasse abhängen, um die Nutzer von Dieselmotoren zu belasten und elektrische Transportlösungen zu fördern.


